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Entschwefelungsanlagen

Bei der Gewinnung und Verarbeitung von Erdgas und unkonventionellem Erdgas wie Schiefergas und Kohleflözgas korrodiert Schwefelwasserstoff (H₂S) nicht nur die Anlagen und verschmutzt die Umwelt, sondern stellt auch eine ernsthafte Bedrohung für die Produktionssicherheit und die Qualität des Endprodukts dar. Um eine effiziente Erdgasnutzung zu gewährleisten, ist die Entschwefelungstechnologie zu einem Schlüsselfaktor geworden. Die gängigen Entschwefelungsverfahren in der Industrie lassen sich derzeit in zwei Kategorien einteilen: Trocken- und Nassentschwefelung. Beide Verfahren erfüllen unterschiedliche industrielle Anforderungen und bieten verschiedene technische Vorteile.

    Trockenentschwefelung

    Effizientes und stabiles Festkörperreinigungsprogramm
    tp4(1)
    Die Trockenentschwefelung nutzt einen Festbett-Entschwefelungsturm als Kernstück, der mit oxidierenden Entschwefelungsmitteln wie Eisenoxid und Aktivkohle gefüllt ist. Beim Durchströmen des Entschwefelungsturms durch das schwefelhaltige Rohgas reagiert der Schwefelwasserstoff (H₂S) mit dem Entschwefelungsmittel, wird adsorbiert, in Sulfid umgewandelt und im Bett fixiert. Dadurch wird eine Tiefenentschwefelung erreicht. Das Verfahren zeichnet sich durch seine Einfachheit, die bequeme Bedienung und den Verzicht auf komplexe Flüssigkeitskreislaufsysteme aus. Es eignet sich besonders für die Verarbeitung von Gasen mit geringem Volumen und niedrigem Schwefelgehalt und findet breite Anwendung in abgelegenen Gasförderanlagen und kleinen Gasstationen. Darüber hinaus bietet die Trockenentschwefelung eine hohe Betriebsstabilität und eine gute Anpassungsfähigkeit an schwankende Betriebsbedingungen, wodurch die Reinigungswirkung kontinuierlich gewährleistet wird.

    Nassentschwefelung

    Nassentschwefelung: Recycling-System für die „Flüssigkeitsreinigung“
    tp4(2)
    Die Nassentschwefelung (REA) basiert auf dem Prinzip der Gas-Flüssigkeits-Absorption. Nachdem das schwefelhaltige Rohgas in den Absorptionsturm eintritt, kommen H₂S und die eingesprühte Entschwefelungsflüssigkeit (z. B. Alkohol-Amin-Lösung oder Quebracho-Lösung) in Kontakt und reagieren chemisch miteinander. Der Schwefel wird schnell absorbiert und entfernt, und das gereinigte Gas wird dem nachfolgenden Prozess zugeführt. Nach der H₂S-Absorption gelangt die entschwefelte Flüssigkeit unter reduziertem Druck in den Regenerationstank. Dort wird H₂S durch Luftoxidation in Schwefelmonomere umgewandelt, die eine schaumige Suspension bilden. Der Schwefelschaum wird mittels Trennvorrichtung abgetrennt und nach Absetzen, Erhitzen und Schmelzen zu festem Schwefel für den Export kondensiert. Gleichzeitig regeneriert sich die Entschwefelungsflüssigkeit und wird zu einer schwefelarmen Flüssigkeit, die mittels einer Pumpe unter Druck gesetzt und zur Wiederverwendung in den Absorptionsturm zurückgeführt wird. Obwohl das Verfahren komplex ist, verfügt es über eine große Behandlungskapazität und eine hohe Entschwefelungseffizienz und kann an Arbeitsbedingungen mit hohem Schwefelgehalt angepasst werden.

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